Worst- und Best-Practice: Fehler vermeiden und Windows 11 erfolgreich upgraden

Einfach auf Windows 11 upgraden und fertig – so stellen sich Viele die Aktualisierung des Betriebssystems vor. Dass es damit nicht einfach „fertig“ ist, zeigen zwei Fallbeispiele, bei denen Unternehmen unüberlegt und vorschnell das Upgrade durchgeführt haben. Die Folgen reichten von Betriebsausfällen über Datenverluste bis zu massiven Mehrkosten.

All das lässt sich jedoch vermeiden – mit der richtigen Vorarbeit, Planung und Expertise. Neben dem eigentlichen Update müssen Kompatibilitäten, Abhängigkeiten und Anforderungen beachtet und das Projekt geplant werden. So ein Update funktioniert also nicht von heute auf morgen, sondern benötigt eine gewisse Vorlaufzeit und das nötige Know-how.

Was bei dem Upgrade alles schieflaufen kann, erfahren Sie anhand von zwei Fallbeispielen. Außerdem zeigen wir mit unserem zweistufigen Upgrade ein Best-Practice-Modell für ein erfolgreiches Upgrade.

Fallbeispiel 1: Mangelnde Hardwarekompatibilität

Blue screen mit Fehlermeldung nach erfolglosem Windows 11 UpdateAbstürze dreimal täglich, verlorene Daten und nicht lieferbare Hardware: Vorschnell und auf eigene Faust durchgeführte Windows 11 Upgrades können ganze Systeme lahmlegen und unvorhergesehene Mehrkosten versuchen.

So auch bei einem Fall, bei dem wir hinzugezogen wurden. Das Unternehmen hat eigenständig mehrere Geräte auf Windows 11 geupgradet, ohne Hardwarekompatibilitäten zu prüfen und zu beachten. Microsoft lässt das zwar über einen Umweg zu, rät aber dringend davon ab. Nicht ohne Grund.

Nach dem vorschnellen Upgrade kam es bei dem Unternehmen zu massiven Problemen mit Systemen, die immer wieder im laufenden Betrieb abgestürzt sind. Diese Abstürze haben sich mit der Zeit gehäuft und sind bis zu dreimal täglich aufgetreten.

Die Folge: Dokumente konnten nicht gespeichert werden und wichtige Daten sind verlorengegangen. Damit das Unternehmen wieder sauber arbeiten konnte, musste zunächst einmal neue Hardware bestellt werden. Die alte Hardware hätten wir so schnell wie möglich austauschen müssen – so die Theorie. In der Praxis herrschen auf dem Markt allerdings akute Lieferengpässe und die benötigte Hardware war nicht so kurzfristig lieferbar. Durch diese mangelnde Planung ging wichtige Zeit verloren, in der das Unternehmen nicht vollständig arbeitsfähig war.

Insgesamt kam es bei diesem Unternehmen zu einem enormen – und unnötigen – Zeit- und Datenverlust. Hätte uns das Unternehmen von Anfang an einbezogen, hätten wir mit einer strategischen Herangehensweise und Planung sowie Beachtung der technischen Vorgaben die gesamte Problematik vermeiden können.

Fallbeispiel 2: Systeme und Software nicht beachtet

Auch bei einem zweiten Fall ist das Update gründlich schiefgelaufen. Dieses Unternehmen hat zwar die Hardware geprüft, aber weder den Zustand der Systeme betrachtet noch die Kompatibilität mit Software von Drittanbietern geprüft.

Die Folge: Teilweise haben die Systeme die Vertrauensstellung zum Active Directory System verloren. Dadurch konnten sich die Mitarbeitenden nicht mehr anmelden und somit auch nicht mehr arbeiten. Um die Fehler zu beheben, mussten wir jedes der betroffenen Systeme neu aufsetzen und wieder betriebsbereit machen – ein zeitintensiver und vermeidbarer Aufwand.

Zusätzlich kam es immer wieder zu bestimmten Fehlern innerhalb der eingesetzten Software. Nach ein paar Wochen ist aufgefallen, dass auch diese Fehler auf das Upgrade zurückzuführen waren. In Folge dessen mussten wir die Lizenzen der Software upgraden. Das Upgrade war aber nicht im Budget des Unternehmens eingeplant und hat so zu enormen, ungeplanten Mehrkosten geführt – zusätzlich zu der langwierigen Fehlersuche und den ausgefallenen Arbeitszeiten. Mit einem koordinierten Vorgehen lässt sich all das allerdings vermeiden, wie unser Best-Practice-Modell zeigt.

Best-Practice: Windows 11 zweistufig updaten

1. Voraussetzungen schaffen

Mann zeigt auf Post-Its auf Whiteboard mit dem Plan für das Windows 11 UpdateIm ersten Schritt schaffen wir die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Upgrade – ein Schritt, der in beiden Fallbeispielen nicht vollständig durchgeführt wurde. Dafür prüfen wir zunächst die Kompatibilität der vorhandenen Hardware mit den Vorgaben von Microsoft. Wird neue Hardware benötigt, können wir diese frühzeitig bestellen und Lieferengpässe so umgehen.

Auch die Kompatibilität mit der eingesetzten Software prüfen wir in dieser Phase. Dazu nehmen wir Kontakt mit den Anbietern auf und klären, ob die Software auch unter Windows 11 problemlos läuft bzw. welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen.

Zu guter Letzt prüfen wir den Systemzustand. Kommt es beispielsweise zu Fehlern in der Ereignisanzeigen oder ähnlichem? Mögliche Fehler beseitigen wir und bereiten das System so auf das Upgrade vor.

 

2. Planung und Umsetzung

Das eigentliche Upgrade folgt im zweiten Schritt nach umfassender Planung. Je nach Ergebnis der ersten Phase kann es von Vorteil sein, eine Neuinstallation von Windows 11 auf den Systemen auszuführen. Ein direktes Upgrade kann schnell zu Fehlern führen. Deswegen wird bei Servern immer eine Neuinstallation und nie ein Upgrade empfohlen.

Auf Basis der ersten Phase planen wir nun das Projekt durch und bestimmen die zeitliche Abfolge des Updates pro Gerät. Außerdem bestimmen wir Verantwortlichkeiten und legen einen umfassenden Projektplan fest. Anhand dessen führen wir das eigentliche Upgrade durch – gezielt und ohne Betriebsausfälle oder Datenverluste.

Fazit

Ein Upgrade auf Windows 11 kann schnell gemacht sein. Das ist allerdings nicht empfehlenswert. Denn gerade bei Organisationen mit einer Vielzahl an Geräten und Systemen können undurchdachte und vorschnelle Upgrades zu Fehlern führen. Fehler, die Arbeitsausfälle, Datenverluste und nicht zu unterschätzende Mehrkosten zur Folge haben.

Organisationen sollten daher unbedingt zweitstufig vorgehen und zuerst Kompatibilitäten prüfen lassen, bevor das Upgrade von ihrem IT-Dienstleister geplant und durchgeführt wird.

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